Bundesweite Friedensdemos im Stuttgart und Berlin
Das BSW sagt Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht & Krieg
Am 3. Oktober versammelten sich erneut Tausende Menschen in Stuttgart und Berlin, um für Frieden, Abrüstung und Diplomatie zu demonstrieren. Auch das BSW Stuttgart sowie zahlreiche Mitglieder und Unterstützer anderer Kreisverbände und Bundesländer waren vor Ort, um das wichtige Anliegen zu unterstützen. Bei der Abschlusskundgebung fand Sevim Dagdelen vom BSW deutliche Worte zur deutschen Außenpolitik, der NATO und zur AfD.
Der Termin hat mittlerweile fast Tradition: Am 3. Oktober rief ein breites Bündnis von Friedensorganisationen, Parteien, Gewerkschaften und anderen Gruppierungen zur bundesweiten Friedensdemonstration auf. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich allein in Stuttgart rund 15.000 Menschen und setzten damit ein starkes Zeichen für den Frieden. In Berlin waren es sogar noch mehr - hier folgten dem Aufruf etwa 20.000 Menschen.
Die Botschaft an diesem Tag war eindeutig: Gemeinsam erteilten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der brandgefährlichen Politik aus Hochrüstung, Kriegstüchtigkeit und Wehrpflicht eine klare Absage. Sie wiesen auf das enorme Risiko einer atomaren Eskalation im Russland-Ukraine-Krieg hin und forderten stattdessen Diplomatie, Abrüstung und ein Ende des sozialen Kahlschlags zugunsten der Kriegswirtschaft.
Das BSW ist vor Ort
Für das BSW gehört Friedenspolitik zur DNA. Darum waren wir auch am 3. Oktober wieder zahlenstark und gut sichtbar vertreten. Mit Schildern, Fahnen und einem großen Transparent machten wir deutlich, wie wichtig uns das gemeinsame Anliegen ist und wir konsequent für Frieden, Diplomatie und die Achtung des Völkerrechts einstehen.
Wir erhielten auch dieses Mal wieder großen Zuspruch für unsere Positionen. Unser Infostand in unmittelbarer Nähe zur Hauptbühne war durchgehend gut besucht. Dort verteilten wir Flyer und Informationen, waren für die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar und führten viele interessante Gespräche mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Demo.
Klare Worte für den Frieden
Bei den Kundgebungen vor und nach der Demo kamen viele namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Gewerkschaften, der Kirche, der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und den organisierten Schulstreiks gegen die Wehrpflicht zu Wort.
Auch Sevim Dagdelen, Mitglied im Bundesvorstand des BSW, bezog in ihrer Rede klar Stellung zu den aktuellen militärischen Interventionen auf der Welt. Seit ihrem 15. Lebensjahr ist sie aktiv gegen Militarisierung und für den Frieden und positionierte sich auch an diesem Nachmittag unmissverständlich gegen die unsägliche Kriegsunterstützung und Waffenhilfe, die von deutschem Boden ausginge.
Sie wies außerdem darauf hin, wie weit sich die herrschende Politik von echter Friedensfähigkeit entfernt habe, wenn selbst das Angriffsbündnis der NATO mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet werde.
Deutliche Worte fand sie auch für die angebliche Friedenspartei AfD: Keine andere Partei befürworte so deutlich die Hochrüstung und die militärische Unterstützung der rechtsextremen israelischen Regierung. Diese Programmatik könne nur abgelehnt werden.
In einer eindringlichen Videobotschaft unterstrich der Journalist Hüseyin Dogru außerdem, wie wichtig es ist, für den Frieden auf die Straße zu gehen und beschwor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Seine Worte waren eindrucksvoll und bedrückend zugleich: Er selbst wurde für ebendiesen Einsatz von der EU in einem beispiellosen Ausmaß sanktioniert.
Darum wiesen die Moderatorinnen der Kundgebung abschließend auf die Website free-dogru.com hin. Dort gibt es weitere Informationen zu Dogrus Schicksal, eine Petition zur Aufhebung sämtlicher Sanktionen gegen ihn und die Möglichkeit, für weitere Aktionen zu spenden.